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Landespflegeheim Mautern
Severinheim

Schubertstraße 4, 3512 Mautern

T +43 (0)2732 82902
F +43 (0)2732 82902 729 199
E lph.mautern@noelandesheime.at

Rund um die Kosten

Rund um die Kosten

Was kostet ein Heimplatz?
Die Tarife der Landespflegeheime werden jährlich mit Beginn des neuen Jahres von der NÖ Landesregierung festgesetzt. In den Tarifen sind alle Betriebskosten (Personalausgaben, Energie, Betriebsmittel, Lebensmittel, Abgaben und Gebühren, Versicherungen usw.) enthalten. Das Grundentgelt besteht aus dem Grundtarif und dem Pflegezuschlag.  Der Grundtarif für "Regelleistungen" (Wohnen, Reinigen, Energie, Essen etc.) ist für alle BewohnerInnen eines Hauses gleich hoch. Für ein Einzelzimmer oder ein Appartement wird zusätzlich ein Zuschlag verrechnet.

Hinzu kommt der "Pflegezuschlag" für Hilfe, Betreuung und Pflege, der in allen Landespflegeheimen gleich hoch ist. Der Pflegezuschlag gliedert sich in 7 Stufen, ansteigend von 1 (leichterer Pflegebedarf) bis 7 (hoher Pflegebedarf). Für die Tagespflege und spezielle Pflegeformen (z. B.  Schwerstpflege, Hospizpflege, etc.) gibt es eigene Tarife.

Alle Details zu den Heimaufenthaltskosten finden Sie auf der Homepage des Landes NÖ.

Wer muss für die Kosten eines Heimplatzes aufkommen?
Grundsätzlich haben die BewohnerInnen die Kosten aus eigenem Einkommen (Rente, Pension und Pflegegeld) und vorhandenem Vermögen (z. B. Sparbücher, Wertpapiere) selbst zu bezahlen. Können die Kosten nicht vollständig selbst getragen werden, übernimmt die Sozialhilfe einen Teil der Kosten. In diesem Fall wird das Einkommen bis auf das gesetzlich bestimmte Taschengeld, und wenn erforderlich auch das Vermögen bis auf einen bestimmten Betrag ("Schonvermögen") teilweise für die Kostendeckung herangezogen.

Wieviel bleibt den BewohnerInnen in jedem Fall monatlich persönlich zur Verfügung (gesetzliches Taschengeld)?
In jedem Fall verbleiben den BewohnerInnen für die ausschließlich persönliche Verwendung:

  • 20 % der Pension und die Sonderzahlungen (13. und 14. Gehalt).
  • Zusätzlich ein Teil des Pflegegeldes in der Höhe von derzeit 45,18 Euro pro Monat.  
  • 11.294,10 Euro an Ersparnissen als "Schonvermögen".


Aus diesem Einkommen müssen persönliche Ausgaben (z. B. Friseur, Fußpflege, Kleidung etc.) bezahlt werden.

Gibt es Rückforderungen an die Angehörigen, wenn das Geld nicht reicht?
Seit 1.1.2008 gibt es keine Regressforderung an Angehörige (EhegattInnen, Kinder) mehr. Ausgenommen davon sind Schenkungen (siehe unten).

Was geschieht mit Schenkungen?
Haben BewohnerInnen, die zur Deckung der Heimkosten Sozialhilfe empfangen, innerhalb der letzten fünf Jahre vor Beginn dieser Hilfeleistung Vermögen verschenkt, so sind die Geschenknehmer zum Kostenersatz verpflichtet. Das bedeutet, dass diese die unverjährten Sozialhilfekosten zu ersetzen haben, wobei diese Ersatzpflicht mit dem Wert der Schenkung beschränkt ist. Das gleiche gilt für Schenkungen, die während oder bis zu drei Jahre nach dem Empfang von Sozialhilfeleistungen getätigt wurden.

Wie hoch ist das Pflegegeld?
Pflegegeld wird gewährt, wenn Pflegebedürftigkeit vorliegt und der ständige Betreuungs- und Pflegeaufwand mehr als 65 Stunden monatlich beträgt und voraussichtlich zumindest sechs Monate andauern wird. Das Pflegegeld ist eine einkommensunabhängige Leistung, die zwölf Mal jährlich gebührt und monatlich ausbezahlt wird. Die Höhe ist – abhängig vom jeweils erforderlichen Pflegeaufwand – in sieben Stufen unterteilt und beträgt ab 1. Jänner 2016:

Stufe 1 (Pflegeaufwand über 65 Stunden): 157,30 Euro
Stufe 2 (Pflegeaufwand über 95 Stunden): 290,00 Euro
Stufe 3 (Pflegeaufwand über 120 Stunden): 451,80 Euro
Stufe 4 (Pflegeaufwand über 160 Stunden): 677,60 Euro
Stufe 5 (über 180 Stunden + dauernde Bereitschaft): 920,30 Euro
Stufe 6 (über 180 Stunden + unkoordinierte Betreuung): 1.285,20 Euro
Stufe 7 (über 180 Stunden + Bewegungsunfähigkeit): 1.688,90 Euro

Erschwerniszuschläge gibt es beispielsweise für schwer geistig oder schwer psychisch behinderte, insbesondere demenziell erkrankte Personen ab dem vollendeten 15. Lebensjahr in der Höhe monatlich 25 Stunden.

Für PflegegeldbezieherInnen des ehemaligen Bundessozialamtes ist seit 1. Jänner 2014 die Pensionsversicherungsanstalt zuständig. Pensions- oder RentenbezieherInnen bringen den Antrag auf Pflegegeld beim zuständigen Versicherungsträger ein.

Siehe auch: Bundespflegegeld / www.help.gv.at

Welche Kosten sind nicht durch die Tarife des Heimes gedeckt bzw. welche Zusatzkosten können anfallen?
Aufwendungen für private Konsumgüter oder private Leistungen sind in den Heimtarifen nicht enthalten und müssen von den BewohnerInnen selbst bezahlt werden. Solche Leistungen sind z. B. Friseur, Fußpflege, Besuch des Heimcafés, Rezeptgebühren (falls keine Befreiung besteht), private Neuanschaffungen, Telefonkosten, Tabakwaren, persönliche Zeitungen, Urlaubskosten.

Wie ist das mit der Wäschereinigung geregelt?
Die Reinigung der Flachwäsche (Handtücher und Bettwäsche) ist Teil der "Regelleistung" und im Grundtarif enthalten. Die chemische Reinigung oder Instandsetzung bzw. -haltung der privaten Kleidung wird entweder direkt im Haus angeboten oder vom Heim organisiert. Die Kosten dafür tragen die BewohnerInnen selbst.

Was passiert mit den Kosten während eines Urlaubes, eines Kur- oder Krankenhausaufenthaltes?
Bei Urlaub, Krankenhaus- oder Kuraufenthalt wird den BewohnerInnen ab dem 1. Tag der Abwesenheit das Grundentgelt abzüglich der Kosten für Essen, Wäscheversorgung und Reinigung des Zimmers verrechnet. Das Ausmaß der Rückvergütung finden Sie in der im Heim kundgemachten Tarifliste. Abreise- und Rückkunftstag werden jeweils voll in Rechnung gestellt.